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Alepposeife oder wie alles angefangen hat. Aber ich muss noch ein wenig weiter ausholen. Während einer längeren Arbeitsprüfungsphase hat es mich (auch) erwischt, das Prokratinations-Zwischendurchmalwasandereslesen-Surfen. Ich bin auf Blogs gelandet, Food, Lifestyle, Beauty. Naturkosmetik dann insbesondere. Und ich habe mich anstecken lassen und eine Alepposeife bestellt. Das war vor gut zwei Jahren. Die Seife habe ich immer noch. Sie hält und hält und wirkt. 

Seifenherstellung | Foto: Zhenobya

Seifenherstellung | Foto: Zhenobya

Alepposeife – was … | Für diese Seife, traditionellerweise in der syrischen Stadt Aleppo hergestellt – schon in der Bibel soll sie erwähnt worden sein und somit die älteste feste Seife der (abendländischen?) Welt  (nun ja, you get the picture!) -, werden Oliven- und Lorbeeröl in unterschiedlichen Anteilen verseift. Während das Olivenöl pflegend wirken soll, schreibt man Lorbeeröl belebende und antiseptische Wirkung zu. Sie ist damit für empfindliche Haut ebenso zu empfehlen wie für unreine Haut.

Die Entstehungsgeschichte und der Herstellungsprozess werden im Netz mehrfach beschrieben, etwa vom Anbieter Zhenobya (bei dem ich auch meine erste Aleppo bestellt habe). Eine Suchmaschineneingabe spukt sehr viel Informatives aus. Lorbeeröl ist offenbar in Deutschland als Allergen nicht zugelassen; wer generell Probleme hat mit „kräftigeren“ Zusatzstoffen, sollte sich besonders gut informieren. Auch die vielen Erfahrungsberichte helfen weiter.

Foto: Zhenobya

Foto: Zhenobya

… und wie | Ich zumindest habe keine Probleme mit der Seife (Zusammensetzung 75 / 25 Olive / Lorbeer). Ich schneide/breche mir kleinere Stücke vom sehr großen Seifenwürfel ab. Dieses Stück wird morgens und abends mit Wasser in der Hand aufgeschäumt – nicht zu wenig, sonst bildet sich kein Schaum (das ist natürlich kein Shampoo-Bubble-Schaum!). Seifenstück zum Trocknen abgelegt, Schaum auf Gesicht und Hals massiert. Ein paar Minuten einwirken lassen, abwaschen. Je länger man einwirken lässt, desto weniger spannt die Haut nach dem Abnehmen. Einige Nutzer brauchen danach gar keine Pflege mehr. Bei mir spannt es doch noch leicht, so dass ich Gesichtstonikum und Öl hinterherschiebe. Die Haut wird weicher, reiner, einheitlicher (und ja, in den ersten Wochen kann es zu einer Verschlimmbesserung kommen, mir scheint, (meine) Haut musste sich an die anderen Wirkstoffe gewöhnen). Trotzdem natürlich: Wunder sind keine zu erwarten, das sollte klar sein, Auch wenn – für mich – eine deutliche Verbesserung eingetreten ist. Der Hautzustand hängt nicht allein von der äußeren Pflege ab.

Mein Block | Foto: Mone

Und das ist von meinem Block nach nicht ganz zwei Jahren übrig …  |  Foto: Mone

Der Geruch zumindest meiner Alepposeife ist, nu ja, … stinkig. Welche Chemie da wohl dahintersteckt? Nach Gebrauch wird es zunehmend besser und nach Abwaschen ist alles weg. Aber aus olfaktorischen Gründen wird wohl niemand die Seife kaufen …

Übrigens hat mich die Alepposeife auch auf die Benutzung von Blockseifen gebracht – sie hält erstaunlich lange! Aber mein Entdeckung der Seifenmanufakturen (im Netz) ist ein anderes Thema!

Preislich liegt die Alepposeife übrigens im Bereich von 4 bis 10 € ungefähr – je höher der Lorbeeranteil, desto höher der Preis. Meine 75/25-Seife hat ungefähr 6 € gekostet. Es gibt viele Anbieter online (wie erwähnt, meine Seife habe ich von Zhenobya bezogen), aber auch immer mehr Naturläden oder auch Weltläden bieten Seifen an – hier mit allerdings weniger Auswahl in den Zusammensetzungen.

Die Naturkosmetik-Blogosphäre | Das Stöbern in Naturkosmetik-Blogs – hier gibt es eine kleine, rege Community im deutschsprachigen Raum, man scheint sich zu kennen – vor allem hat mich darauf gebracht, auf Inhaltsstoffe zu achten. Eigentlich kein spektakulärer Schluss: Was man bei Lebensmitteln schon länger tut – darauf achten, was man „in“ seinen Körper bringt -, ist im Grunde auch bei den Cremes und Co. angebracht, die man von außen auf den Körper bringt. Natürlich „atmet“ die Haut nicht im eigentlichen Sinne, aber sie ist durchlässig und kann Wirkstoffe (bis zu einem gewissen Grad) aufnehmen. Deswegen macht man das ja schließlich, mit den ganzen Lotionen und Mittelchen. (Über den Intensitäts- und Wirkungsgrad der „Eindringstärke“ dieser Wirkstoffe kann man sich dann wieder streiten – siehe das aktuelle mediale Panikthema um Alu im Deo -; darum soll es an dieser Stelle aber nicht gehen, das können Fachleute besser beantworten.)

Alles grün? | So bin ich also zum bewussten Benutzen natürlicher Kosmetik gekommen – und dank des Erfolgs mit der Alepposeife auch geblieben. Tatsächlich hatte ich mich davor nie intensiver mit Kosmetik befasst. Zwar immer schon etwas geschminkt, aber noch nie mehr Aufmerksamkeit für Marken, Produkte, Neuerscheinungen gehabt. Auch Unsummen für Kosmetik auszugeben habe ich noch nie nachvollziehen können (und tue es auch nach wie vor). Trotzdem ändert sich mein „Beauty-Ich“ jetzt etwas – allerdings nicht dahingehend, dass aus mir ein Beauty-Junkie und -Sammler „auf öko“ wird. Mein Ziel ist vielmehr, möglichst wenig Produkte zu haben! Dafür Produkte, mit einer möglichst geringen Zutatenliste und ohne chemische Zusätze.

Dabei spielt natürlich der „grüne“ Faktor eine Rolle – was kommt in meinen Körper? -, aber vor allem auch der Gedanke an die Produktion. Woher kommen die Inhaltsstoffe, wie werden sie hergestellt, von wem? Besonders gern versuche ich, auch in diesem Bereich kleinere Manufakturen zu unterstützen.

Minimal und so | Und noch eine Warnung zum Schluss: Das Stöbern online ist verführerisch! Man kann sich allzu leicht anstecken lassen von begeisterten Produktvorstellungen auf verschiedenen Blogs. (Aus Marketingsicht ein sehr spannendes Thema!) Gerade beim Thema „grün konsumieren“ ist dies dann eigentlich ein Widerspruch in sich (den ich recht gut meistere – gekauft wird nur, wenn etwas leer gegangen ist. Meistens!). Womit wir zu den vielen „Minimalism“-Blogs kämen. Aber das ist eine andere Geschichte!

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5 Kommentare zu “Warum Naturkosmetik? | Alepposeife

  1. Oh je, das erinnert mich daran, dass ich eigentlich auch mehr in Richtung Minimalismus gehen wollte, statt dessen renne ich gerade in die entgegen gesetzte Richtung! 😀
    Ich finde gut, dass du auch darauf hinweist, dass der Hautzustand nicht nur von der Kosmetik beeinflusst wird. Manchmal habe ich das Gefühl, wir setzen zu hohe Erwartungen in einzelne Dinge und vergessen, dass alles in Wechselwirkung zueinander steht.

    • Ja ja, der Herden/Gruppen/Sammeltrieb oder was auch immer sich da zuschaltet! Nu habe ich seit nicht mal einer Woche den Schritt zum Bloggen gewagt – und ertappe mich schon bei „Hey, das kannst du testen und dann vorstellen!“ (Und vorher natürlich bestellen …) 😉 Ich verbuche es vorerst unter Hobby, und noch hält es sich in Grenzen mit dem Kaufräuschen, ich schaffe es, gezielt zu kaufen. Trotzdem, mal sehen, wo das noch hinführt! 😀

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