Home

Was ich an vielen „Eco“-Blogs – sei es zu Kosmetik und Beauty, sei es zu Lebensart, Minimalismus, Konsum – schätze, ist, dass häufig Zwischenstände zu lesen sind. Momentaufnahmen, Reflexionen zum „Warum“, was motiviert mich, was habe ich erreicht, was ist mir wichtig (hier etwa ein aktuelles Beispiel für einen solchen Artikel). Und die Kommentare unter diesen Beiträgen zeigen, dass sie einen Nerv treffen – irgendwie helfen lesen und schreiben dabei, Gedanken zu fassen, sich inspirieren zu lassen, … 

Das war es letztendlich auch, was mich dazu gebracht hat, selbst aktiv zu werden und einen Blog zu starten. Ein wenig habe ich das hier schon beschrieben. Aber klar, ich mit „Just my cup of …“ noch mitten in der Findungsphase! :- ) Eine spannende Phase der Bestandsaufnahme – wie man auch an meiner Beitragsfrequenz sehen kann! Das wird sich mit Sicherheit noch einpendeln …

Warum? | Warum überhaupt noch einen Blog starten, mit einem grünen Thema, ein bissel Kosmetik, ein bissel Ernährung, ein bissel Minimalismus-Konsum-Kritik? Man kommt ein wenig in Rechtfertigungsdruck (und wenn auch nur vor sich selbst). Jetzt bloggst du auch noch? Und dann ausgerechnet noch über Lifestyle-Themen? (Dazu gibt es etwa auf der Beautyjagd einen sehr stichhaltigen selbstreflexiven Beitrag zum Thema „Beautybloggen“.)

Es gibt viele Gründe – aber der wichtigste, der die Blogosphäre für mich so positiv hat werden lassen, dass ich aktiv teilhaben möchte an ihr, ist: Ich habe bisher wahnsinnig viel Inspirationen sammeln können (ich lese schon seit über zwei Jahren regelmäßig mit) und, ja, ich habe auch viel gelernt! Auch einiges, das man gar nichts mit den zentralen Themen der Blogs zu tun hatte. Zum Beispiel kannte ich Susan Sontags Begriff von „camp“ nicht oder auch der komplexe Style-Kosmos um „kawaii“ war mir fremd (die Links habe ich leider nicht mehr parat, daher Links zur Allzweckwissensseite).

Außerdem habe ich etwa dank der Naturkosmetikblogs einige tolle Produkte kennengelernt. Dafür ein dickes Dankeschön an all die Damen (es sind tatsächlich immer weibliche Blogger, die sich dem Thema grüne Körperpflege widmen. Aber ich will hier kein Gender-Fass aufmachen!), die seit Jahren schon mit viel Begeisterung und Engagement und Wissen und Recherche ihre Erfahrungen teilen!

Wie? Im WWW was gelernt? | Ich denke, die Liste wird sich nach und nach noch erweitern, aber ich beginne mit einem kleinen Zwischenstand aus der Welt der Naturkosmetik mit Produkten, die ich nach wie vor glücklichst verwende. Meine Gedanken zu einem bewussteren minimalistischeren und grüneren Konsumieren werden noch in einem eigenen Beitrag folgen.

Das erste Testprodukt, das „schuld“ ist an allem: Aleppo-Seife! Das habe ich hier schon vorgestellt.

Kein großer Schritt war es davon dann hin zur Seife-Öl-Gesichtspflege.

Auch daran kommt man kaum noch vorbei: Deocremes – in meinem Falle die duftlose von Wolkenseifen. Seit über einem Jahr regelmäßig in Gebrauch und immer noch nicht ganz leer.

Dazu kommen zahlreiche kleinere Tipps und Tricks – beim Schminken etwa (Primer! Lidstrich nachpudern!) – oder Anregungen zur Körperpflege (MensCups! Konjac-Sponge! Wildschweinbürste!).

Alles super also? | Überhaupt muss ich sagen, dass der Großteil der Produkte, die ich dank der Blogosphäre entdeckt habe, sehr erfolgreich für mich waren. Das liegt sicher auch an meinem Kaufverhalten – ich lese nicht nur lange quer und sammle Erfahrungen, sondern wähle bestimmte Produkte mit Bedacht aus, ob sie auch wirklich zu mir passen (sprich: ich überlege ewig hin und her! ;- ) ).

Ein Beispiel, dass es aber auch mal schiefgehen kann, gibt es dennoch: Haarseifen. Damit sind wir einfach nicht zurechtgekommen, meine Haare und ich.

Advertisements

4 Kommentare zu “Gedanken | Was man auf Blogs lernen kann

  1. Neben dem regen Austausch erfreut mich an Beauty-Blogs auch noch eine (für mich wichtige) Sache: Ich spare Geld! Dank der Erfahrungen anderer kaufe ich nicht mehr, wie früher, alles mögliche ein, weil ich vor Neugier fast platze. Objektive Berichte sind eben so viel mehr wert, als irgendein Herstellerversprechen oder ein Artikel in einer Frauenzeitschrift. Aber auch das aktive Auseinandersetzen mit Inhaltsstoffen und deren Wirkung haben bei mir viel bewirkt und häufig kann ich schon anhand der INCIs abschätzen, ob ich das Produkt vertrage oder nicht. Weniger Fehlkäufe sind für mich auch gleichbedeutend mit Nachhaltigkeit. Nicht immer findet man dankbare Abnehmer für Produkte, sie stehen dann ewig rum und wenn sie abgelaufen sind, landen sie im Müll. Sofern ich sie nicht wenigstens für die Füße aufbrauchen kann… hach ja.

    • Da hast du recht! Mit den Inhaltsstoffen möchte ich mich gern noch besser auskennen. Immerhin habe ich das Glück, dass ich recht viel vertrage. Aber die Füße darf man schließlich auch nicht vernachlässigen! 😉

  2. Pingback: Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (2): Im Bad | Just my cup of ...

  3. Pingback: TAGung: Starting over – oder: Meine Minimal-Ausstattung im Bad | Just my cup of ...

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s