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Seit einiger Zeit – nicht ganz unbeeinflusst vom Lesen auf zahlreichen Blogs – beschäftige ich mich bewusster mit „Minimalism“. Wobei ich allerdings lieber von einem bewussten Konsumieren rede. Die Tendenz zu Trends unter bestimmten Labeln mag ich nicht, denn meistens wird damit nur etwas gehypt, das im Grunde schon länger existiert. Etwa der Bericht im TV über den neuen Trend des „Repairing“ – da bringen doch tatsächlich Leute ihre kaputten Schuhe zum Schuster oder flicken Löcher in ihrer Kleidung …! 

Trotzdem habe ich den Titel auch so gewählt, denn man kann – das ist wiederum ein Vorteil von solchen Schlagwörtern/Trends – sofort einordnen, worum es hier gehen soll. Ich mache eine kleine „Bestandsaufnahme“, einen Zwischenstand für mich. Und wie ich so am Tippen bin, wird es doch mehr und mehr – daher wird es eine kleine Reihe (Juhu! Meine erste Reihe! : ) ). Mir geht es weniger darum, Tipps und „Lebensberatung“ zu vermitteln, dafür gibt es zahlreiche andere (mehr oder weniger hilfreiche) Seiten, sondern um ein Gedankensammeln – aber Kommentare und Tipps an mich freuen mich natürlich! : )

Zum bewussten Konsumieren | gehört für mich zum einen das Kaufen von Produkten, eben das, was man landläufig unter Konsum versteht. Aber zum anderen schließt konsumieren für mich auch das Aufbrauchen/Gebrauchen von Gegenständen zu Hause ein. Im Wortsinne bedeutet das lateinische „consumere“ eben zunächst einmal gebrauchen und verwenden, nicht nur verzehren und aufbrauchen (Link zum Pons-Lexikon).

Insgesamt habe ich momentan das Bedürfnis, mehr „Luft“ in die Wohnung zu bringen. Zwar war ich noch nie eine große „Sammlerin“ und habe schon immer sehr zurückhaltend eingekauft, aber mit der Zeit sammelt sich eben doch einiges an. Hier möchte ich Ordnung und Freiraum reinbringen – das heißt, gezielt gebrauchen und aufbrauchen, sortieren, ausmisten …

(Ein kleines Geheimnis: Ich räume manchmal tatsächlich gern auf, das hat was Entspannendes. Wohl, weil ich „digital“ arbeite und hauptsächlich tippe, also nichts mit den Händen mache. Klar sortierte und strukturierte Regale haben was. Die Betonung liegt aber auf manchmal … *hüstel*)

Weitere Faktoren, | die genauso mitspielen und mir wichtig sind, sind Nachhaltigkeit, Gut-für-den-Körper und Sparen (also nichts Überflüssiges kaufen – dabei können einzelne Produkte durchaus auch mehr kosten, sofern sie für mich ihr Geld wert sind!). Ich konzentriere mich aber in dieser Reihe auf den Aspekt „Raum schaffen“, da er für mich die am konkretesten spürbaren Auswirkungen hat. Die anderen Aspekte sind eigentlich selbstverständlich und (für mich) im „bewussten Konsumieren“ schon klar angelegt.

Und bald weiter geht es dort, wo alles angefangen hat – im Bad!

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6 Kommentare zu “Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (1)

  1. Also insbesondere bei der Kosmetik konsumiere ich seit ca. einem Jahr viel bewusster: Früher hortete ich Bodylotion, LE-Produkte, Parfum … mittlerweile kaufe ich zB nur dann eine Bodylotion nach, wenn sich die aktuell benutzte Lotion dem Ende neigt. So handhabe ich das auch bei Kleidung oder Schuhen. Ich möchte nicht so viel davon haben, ich habe das Gefühl, dass es mich erdrückt. Zum Beispiel hatte ich vor zwei Jahren noch diverse Paar Ballerinas: Allesamt waren sie billig. Sie waren schnell abgetragen und kaputt, ich bekam wunde Hacken und war genervt. Dieses Jahr habe ich mir ein Paar gekauft, welches dafür auch teurer sein durfte. Ich liebe dieses Paar! Ich merke, dass ich viel mehr Freude am Konsum habe, wenn ich die Dinge nicht in Hülle und Fülle besitze.
    Ich mag auch keinen Krempel in der Wohnung und schon gar nicht gehöre ich zu den Sammlern … 🙂

    • Ja, nicht, es ist eigenartig, dass man manchmal das Gefühl „zu viel“ hat und das einen dann erdrückt. Und dass man (ich 😉 ) sich tatsächlich über leer Gegangenes freut! Ein Etappensieg! *lach* Das geht mir vor allem bei Kosmetika so, darüber schreibe ich grade.
      Und Krempel in der Wohnung – ein bisschen Deko muss schon sein, aber es darf nicht voll stehen. Keine Staubfänger, kein Schnickschnack und nix Kleinteiliges! (So zumindest die Wunschvorstellung …) Ich könnte mir vorstellen, dass bei dir in der Hinsicht auch der Hund hilft – was nicht stabil genug ist, fliegt. Buchstäblich. Oder?! 😉
      Und Bücher! Mein Traum von der Bücherwand! (Definitiv lese ich den Großteil der Bücher kein zweites Mal! Die müssen ausziehen. So!) Und Kleider! Ach, es gibt immer was zu tun! *Zitatende* 😉

  2. Ich finde bewussten Konsum als Bezeichnung sehr gut, denn er drückt klar aus, worum es geht. Ich mache mir seit einigen Monaten die gleichen Gedanken wie du und fühle mich mit meinen bewussten Kaufentscheidungen richtig gut.

    • Ja, du – bzw. dein Blog – warst da durchaus auch ein wenig Inspiration für mich! Auch einige deiner Links, die du immer wieder teilst. Viele Gedanken, die ich hatte und habe, habe ich sozusagen „ausgeschrieben“ gefunden. „Ja klar, das bringt es auf den Punkt!“ Ich finde es auch immer wieder schön, wenn ich neue Facetten lese, die ich so vielleicht noch nicht gedacht habe (z.B. deine Erfahrungen mit grüner Kleidung!). Aber darüber werde ich noch was schreiben!
      🙂

  3. Pingback: Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (3): In der Küche | Just my cup of ...

  4. Pingback: Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (4): Im Bücherregal | Just my cup of ...

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