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Seit einiger Zeit – nicht ganz unbeeinflusst vom Lesen auf zahlreichen Blogs – beschäftige ich mich bewusster mit „Minimalism“ und bewusst(er)em Konsumieren. Das hat auch dazu geführt, dass ich mein Zuhause ein wenig „generalüberhole“. Im Klartext: Es wird ausgemistet und aufgeräumt, um mehr „Luft“ in die Wohnung zu bringen. Da sowas ganz schön umfangreich sein kann, habe ich eine kleine Serie daraus gemacht – zum Gedankensammeln und Zwischenstände-Festhalten. : ) 

Ganz allgemein zum Thema „Minimalism“ und bewusstes Konsumieren habe ich im ersten Teil festgehalten, heute geht es konkret weiter – im Bad! Hier hat nämlich alles angefangen. (Achtung, es wird sehr lang heut!)

Ganz kurz nochmal | Zum bewussten Konsumieren gehört für mich zum einen das Kaufen von Produkten, eben das, was man landläufig unter Konsum versteht. Aber zum anderen schließt konsumieren für mich auch das Aufbrauchen/Gebrauchen von Gegenständen zu Hause ein. Eine Auflage, die ich mir gemacht habe, ist, dass nichts weggeworfen wird, das noch gut ist.

Decluttering Ausmisting in the bathroom! | Meine Aufbrauch-Sortier-Aktion läuft also, seit einigen Monaten schon. Begonnen hat sie im Bad, sehr wahrscheinlich inspiriert durch mein gestiegenes Interesse für Naturkosmetik und Co.

Eines vorweg: Ich hatte nie allzu großes Interesse an Kosmetik. Das nötige eben, um gepflegt auszusehen, gerne auch etwas geschminkt, aber ohne darauf zu schauen, welche Firma welches Produkt neu lanciert, welcher Duft neu auf den Markt kommt, was in Beautymagazinen gehypt wird. Trotzdem habe ich mir aber schon immer gern Schminkprodukte angeschaut (ohne viel zu kaufen und zu benutzen). Was ich sagen will: Ich hatte nie allzu viel Kosmetikprodukte rumstehen – wenn ich etwa lese, wie viel manche Beautyblogger horten … Faszinierend, aber für mich auch „erschlagend“.

Trotzdem hat sich einiges angesammelt | im Laufe der Zeit, das nicht konsequent benutzt wurde. Seifen, Duschgel-Backups im Sonderangebot, das ein oder andere Pröbchen, Bodylotions … Auch Produkte von ihm, mit denen er nicht so happy war (ich habe zum Glück sehr unkomplizierte Haut, er dagegen nicht). Das wurde und wird also nach und nach aufgebraucht. Das hat auch einige positive Effekte, außer natürlich mehr Luft im Regal! So creme/öle ich mittlerweile regelmäßig nach dem Duschen und tue meiner Haut und mir was Gutes (Stichwort Rituale am Morgen, das wäre vielleicht noch einmal einen „Gedanken“-Beitrag wert *note to self*).

Mein Wunsch ist ein übersichtliches Regal mit möglichst wenig Lieblings-Pflegeprodukten – am besten DIY und multifunktional (darauf komme ich nochmal zurück, auch auf die Frage, was denn wirklich nötig ist).

Leere it out, yeah! | Mittlerweile freue ich mich richtig, wenn Packungen leer gehen! Und ja, auch dass sie dann ersetzt werden müssen – nein, dürfen – und ich neue NK testen kann. : )

Aber halt, der Großteil der Produkte muss nicht ersetzt werden. Wie gesagt versuche ich, eine Minimal-Ausstattung zu finden von Produkten, die für mich am besten funktionieren, gerne DIY und multifunktional.

Aber manches darf eben doch ersetzt werden und da freue ich mich durchaus! Denn natürlich ist es schon ein bisschen widersprüchlich – einerseits möchte ich reduzieren, andererseits lese ich mich mit Begeisterung durch die Blogosphäre. Was für einen dosierten Konsum gewisse, nu ja, sagen wir: Hindernisse bietet … ; )

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Beautyblogs Ihres Vertrauens. | Tatsächlich hat mein gestiegenes Interesse an Kosmetik auch zu mehr Konsum geführt (NK-Beautyblogs sei dank! Das meine ich ernst!). Aber: Ich schaffe es, konsequent nicht mehr als maximal zwei Produkte vom gleichen Typ zu benutzen – solange, bis ich „meine“ Sorte gefunden habe. Hier bedeutet bewusstes Konsumieren für mich nicht nur weniger, sondern auch „richtiger“ – welche Produkte sind für mich und meine Bedürfnisse am besten?

Das geht natürlich nicht ohne ein gewisses Maß an Experimenten. Die Online-Recherche hilft aber sehr viel, so dass man selten wirkliche Fehlkäufe tätigt. Dass es von vielen Anbietern auch Proben(bestellmöglichkeiten) gibt, ist auch hilfreich. Die neuen Produkte dürfen, weil bewusst überlegt und nach hochwertigen Inhaltsstoffen ausgewählt, auch etwas teurer sein als gewohnt.

Und welche Produkte sind das nun? | Ich habe, wie erwähnt, recht unempfindliche Haut. Eine typische Mischhaut, klassische T-Zone, die reiner sein könnte. Phasenweise ist sie auch sehr schön, phasenweise aber auch weniger … Das ist aber eben so und stört mich nicht zu sehr (das ist jetzt schön gesagt, ne. ; ) ein bisschen nachgeholfen/abgedeckt wird schon (ich sage nur BB Cream Suche)).

Aber, dadurch dass die Haut recht unempfindlich ist, haben allerdings auch nur wenig Produkte tatsächlich eine sichtbare Wirkung. Was mir bislang aber gut gefällt, ist die Seife- und Öl-Pflege: Alepposeife, manchmal auch Salzseife, Tonikum (Aloe Vera Gel und Tonikum – welches, da probiere ich mich durch), Öl.

Welches Öl? | Ich mische mir gern selbst welche in Lebensmittelqualität zusammen. Aktuell eine Mischung aus Traubenkern, Avocado, Teebaumöl. Granatapfelkern und Wildrose habe ich pur hier und mag die ebenfalls sehr gern. Ziehen beide schneller weg, sind reichhaltig – für mich gerade um die Augen schön (allerdings nicht morgens, wenn geschminkt wird).

Übrigens: Mit Jojobaöl hatte ich eine Wirkung – eine nicht ganz so gute! Das wurde am Körper aufgebraucht.

Ein duftloses Deo von Wolkenseifen (meine Nachbestellung scheint nicht ganz so gut zu wirken? Ich versuche mal, durch Weichwerdenlassen alles besser zu durchmischen. Andernfalls füge ich noch etwas Natronpulver zu. Hoffe, es wirkt! Kennt das jemand?). Alles weitere ist im Test.

Was aufs Auge! | Bei der Gesichtsdekoration habe ich mittlerweile meine Farben gefunden und will, wenn die Drogerierestbestände leer sind, etwas hochwertiger und damit hoffentlich noch etwas besser haltbar und unkomplizierter im (Auf)Tragen „auffüllen“ – Couleur Caramel oder Zao klingen verführerisch, Zuii (Blütenblätter!) sowieso. Dabei brauche ich vor allem was aufs Auge ; ) (Eyeshadow, Kajal, Tusche), Lippen und Rouge schminke ich seltener, lediglich etwas für den Teint benutze ich hin und wieder (guckst du nochmal da).

Die Kurve kriegen! | Um aber noch einmal zurück auf das eigentliche Thema zu kommen: Die Ausmist-Aktion ist im Bad für mich schon ziemlich gut angelaufen, ich habe viel aufgebraucht und schon einiges an „meinen“ Produkten – oder Produkttypen zumindest – gefunden. Und etwas mehr Luft ist auch schon geworden!

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7 Kommentare zu “Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (2): Im Bad

  1. Dieses „Lüften“ der Wohnung kenne ich- das mache ich auch schon seit einem guten Weilchen- mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg 😉
    Ich bemühe mich auch wirklich nur noch Dinge zu kaufen, die ich wirklich brauche bzw. in dieser Form noch gar nicht besitze oder nachkaufen muss.

    Liebe Grüße 🙂

  2. Ja, man hat manchmal solche Anfälle … 😉 Momentan ist es bei mir aber ein bisschen ausgeprägter (klar, sonst würde ich kaum solche Romane schreiben!). Da könnte man mal einen (Küchen)Psychologen ran lassen – „Getting rid of the Wollmäuse under your bed: Zeig mir deine Wollmäuse und ich sag dir, wer du bist“! 😀

  3. Pingback: Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (3): In der Küche | Just my cup of ...

  4. Auch jemand der sich freut, wenn was leer ist 😛 ich bin auch beim ausmisten und aufbrauchen. das bad und die kosmetikabteilung sind tatsächlich die kleinsten baustellen. allerdings habe ich ganze 3 (!) 600 ml duschgelflaschen in einem anfall gekauft (da hatte mich die industrie mit limmited edition…) und die halten gefühlt schon zwanzig jahre (dabei hab ich sie erst seit weihnachten). aber ich näher mich dem flaschenboden. danach will ich ähnlich wie du auf hochwertige produkte setzten und auch auf naturkosemtik und wenn es geht plastikfrei.
    lg rina

    • Mit Limited Editions hatte ich es zum Glück noch nie so. 😉 Aber es ist erstaunlich, wo man überall noch Backups und sonstige Pröbchen/Reste/kann man mal brauchen in den Regalen findet! Ich bin noch immer nicht durch (seine Restbestände auch noch …). Aber es nähert sich dem Ende und dann freue ich mich auf eine schöne feste Seife statt Duschgel! 🙂

  5. Pingback: Going minimalist … | Bewusst Konsumieren (4): Im Bücherregal | Just my cup of ...

  6. Pingback: TAGung: Starting over – oder: Meine Minimal-Ausstattung im Bad | Just my cup of ...

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