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Nach dem doch optisch eher gewöhnungsbedürftigen Natto gibt es noch eine weiteres asiatisches Produkt aus Sojabohnen: Tempeh, eine Spezialität aus Indonesien. Vegetariern und Veganern ist es sicherlich ein Begriff als Fleischersatz und Eiweißlieferant. Ich bin zwar weder noch (mehr einer dieser schrecklich modischen Teilzeit-Flexitarier!), dennoch koche ich hin und wieder gern mit Tempeh.

Wie es richtig ausgesprochen wird, weiß ich leider nicht – ich tendiere natürlich um deutschen „tempeeeee“. Japaner sprechen es allerdings „temppä’“ aus, mit einem kurzen, offenen e-Laut am Ende, und ich vermute, dass sie damit nicht ganz falsch liegen! ; ) Temp[ä] also.

Tempeh-Laib, aufgeschnitten, Foto: Mone | Just my cup of ...

Tempeh-Laib, aufgeschnitten, Foto: Mone | Just my cup of …

Tempeh ist, | wie gesagt eine indonesische Spezialität. Um ehrlich zu sein, auch die einzige, wirklich typische für das Land, die ich kenne (typisch in dem Sinne, dass sie nicht in der gesamten asiatischen Küche verbreitet ist, wie etwa Tofu). Ähnlich wie Natto besteht auch Tempeh aus fermentierten Sojabohnen – mit dem Unterschied, dass hier ein fester „Laib“ entsteht. Ein wenig vergleichbar mit festen Tofustücken, allerdings sind die Sojabohnen deutlich zu sehen (ein wenig wie Volkornbrot, in dem die Körner zu sehen sind). Vom Tempeh-Laib lassen sich Scheibchen nach Wunsch abschneiden und weiterverarbeiten.

Zur genauen Herstellung ist Wikipedia deutlich besser informiert, ebenso auch was die Nährwerte betrifft. Wichtig für mich: Tempeh ist gesund. ; )

Ich mag Tempeh-Scheibchen sehr gern angebraten unter einer Gemüsepfanne. Auch in Kombination etwa mit warmen Apfelscheiben ist es lecker – das Süßlich-Fruchtige harmoniert gut mit dem kräftigen Tempeh-Geschmack.

Tempeh, Foto: Mone | Just my cup of ...

Tempeh, Foto: Mone | Just my cup of …

Ja, der Geschmack! | Das Wichtigste natürlich zuletzt – der Geschmack. Ist schwer zu beschreiben, ein bisschen käsig-säuerlich, ein bisschen würzig, ein bisschen … Ganz charakteristisch. Pur schmeckt es schon sehr kräftig-stark, aber in Kombination mit Gemüse oder Äpfeln sehr aromatisch. Lecker!

Wo? | Kaufen kann man Tempeh in gut sortierten Asialäden, preislich zwischen 2 und 3 €, und in Bioläden. Woher es im Asiashop bezogen wird, ist mir nicht ganz klar. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich auf einem Biomarkt Armins Tempeh-Stand entdeckt habe. Es gibt also auch regionale Hersteller! Denn im Grunde ist Tempeh ja kein sonerlich aufwendig herzustellendes Produkt – fermentierte Sojabohnen in Form bringen … fertig.

Nachtrag und Ergänzung | In den Kommentaren wurde ich grade aufmerksam auf zweierlei:

a) Man kann Tempeh einfrieren. Das mache ich häufiger, da ich den großen Block wie auf dem Foto maximal zur Hälfte für ein Gericht für zwei brauche.

Und b) hat eine Kommentatorin gehört, dass man Tempeh vor dem Anbraten kurz andämpfen kann/soll und dadurch der Geschmack milder wird. Das werde ich sicher auch mal austesten. Danke für den Hinweis!

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9 Kommentare zu “Entdeckt | Tempeh

    • Mach das, unbedingt! 🙂
      In Restaurants etc. hab ich das bisher allerdings noch sehr wenig gesehen. Bei Mosch Mosch mittlerweile. Vielleicht auch mal bei einem Burger-Laden als Vegi-Variante? Bleibt wohl doch nur daheim?!

  1. Ich habe Tempeh schon ein paar Mal zubereitet, bin aber nicht sooo ein großer Freund… Jetzt habe ich aber gelesen, dass man den Tempeh vorher kurz dämpft, bevor man ihm anbrät. Dadurch verliert er wohl den etwas herben Geschmack. Das soll ich demnächst mal ausprobieren.
    😏

  2. Das Zeug habe ich bei MoshMosh auch schon gesehen, wo man es ja optional neben diversen Fleischsorten oder Tofu ordern kann. Und da muss ich sagen, finde ich es unverschämt teuer, wobei ich laienhaft unwissend behaupte, das hat doch wahrscheinlich einen ähnlichen Nährwert wie Tofu, und dann soll ich so einen Preisaufschlag zahlen, nur weil es gerade „in“ ist?! Aber jetzt sehe ich bei dir, dass es gar nicht aussieht wie Tofu und anders schmeckt als Tofu (der ja keinen nennenswerten Eigengeschmack hat), dann hat es ja vielleicht doch einen besseren Nährwert. Hm … da hast du mich doch mal wieder neugierig gemacht! Ich werde der Sache doch mal auf den Grund gehen müssen. 😉

    • … aber nicht das Superprotein probieren! Das schmeckt wäh wäh (im Grunde wie angebratener Teig)! 🙂 Tempeh habe ich bei Mosch Mosch noch nicht probiert, aber zum Antesten find ich das nicht verkehrt dort! 😉

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